DIE AL-AKSA INTIFADA. FRIEDENSVORSCHLÄGE UND –LÖSUNGEN
Die zweite Intifada war ein Palästinensischer Aufstand als Reaktion auf Scharons Besuch auf dem Tempelberg.
Bilanz: 1.Palästinensische Tote und Verletzte:
- 3325 Palästinenser wurden getötet (654 Jugendliche und Kinder)
- Israelische Streitkräfte haben 279 Palästinenser gezielt getötet, 132 waren unbeteiligte Personen.
- 33 000 Palästinenser wurden verletzt; 2500 davon werden behindert bleiben, darunter 500 Jugendliche und Kinder.
- Schlimmster Zeitraum war zwischen Februar und März 2003, weil 7 Säuglinge, 46 Kinder, 10 Frauen und 96 Jugendliche getötet wurden.
- Aktuelle Zahlen: vom 1 Juli bis zum 20 Juli 2004 wurden von der israelischen Armee 51 Palästinenser getötet und 152 verletzt.
2.Israelische Tote und Verletzte:
- 942 Tote, darunter 104 Jugendliche und Kinder; 204 waren Mitglieder der israelischen Streitkräfte.
- Insgesamt 6399 Verletzte davon 556 Schwerverletzte.
3.Häuserzerstörungen:
- 3000 Häuser in palästinensischen Gebieten zerstört.
- Zahl der Palästinenser, die im Gaza-Streifen obdachlos wurden liegt bei 11987.
62% der palästinensischen Bevölkerung lebt unter der von der UNO festgelegten Armutsgrenze von 2$ pro Tag; 30% der palästinensischen Kinder unter dem Alter von 5 Jahren leiden unter Unterernährung.
- Besteht aus drei Abschnitten bis 2005.
- Vorgelegt von den USA, Russland, der UN und der EU
- Ziel: endgültige und umfassende Beilegung des Konflikts + unabhängiger, demokratischer, lebensfähiger Staat.
- Inhalt: 1967 besetzte Gebiete sollen von Israel zurückgegeben werden.
- 1993 unterzeichnet von Clinton, Rabin und Arafat.
- Prinzipiendeklaration als erste Phase im Friedensvertrag: 1endgültiger Rückzug der IDF. 2. Israel erkennt PLO als offizielle Vertretung Palästinas an. 3. PLO schwört Terrorismus ab. 4. Unterteilung der Westbank in Zonen.
- nicht offiziell.
- fordert größere Zugeständnisse von beiden Seiten.
- nicht rechtlich bindend; symbolischer Wert.
- Von Arafat und Scharon nicht akzeptiert
- Verpflichtung: Verzicht auf Ansprüche
o Israel akzeptiert die Grenzen vor Beginn des 6 Tage Krieges (Grüne Linie)
o Israel. Zugeständnis: Souveränität des Tempelberges
- Wurde am 25. Juni von Ami Ayalon (Israelischer Inkundsgeheimdienstchef) und dem palästinensischen Philosophen Sari Nusseibeh im Jahre 2003 ausgearbeitet.
- Wichtigste Lösungsvorschläge:
o Israel zieht sich zu den Grenzen von 1967 zurück.
o Palästinenser gründen ihren Staat im Westjordanland und Gasastreifen
o Es können Grenzkorrekturen vorgenommen werden um die Zahl der Siedler zu verringern, die ihre Häuser verlassen müssen; wobei sich beide Seiten auf einen gleichwertigen Territoriumsaustausch einigen müssen.
o Palästinenser verzichten auf Rückkehrrecht àFlüchtlinge (ab 1948 und deren Nachkommen) erhalten finanzielle Entschädigung und Möglichkeiten in neuen Palästinenserstaat anzusiedeln.
o Jerusalem wird zu der Hauptstadt zweier Staaten:
§ Arabisches Viertel unter palästinensischer Souveränität.
§ Jüdisches Viertel unter israelischer Herrschaft
§ Palästina wird zum Hüter des Tempelberges
§ Israel wird zum Hüter der Klagemauer
Auf beiden Seiten wurden Unterschriften gesammelt. 70% der Palästinenser und Israelis wären für einen solchen Friedensplan, glauben jedoch nicht, dass die andere Seite dazu bereit sei. So muss zwischen den Gruppen vermittelt werden, denn nur eine Massenbewegung kann die jeweiligen politischen Führer zu der Umsetzung des Planes zwingen. Je mehr Palästinenser unterschreiben, umso mehr Israelis werden auch unterzeichnen.
FAZIT:
-Israelische Gesellschaft wird nur durch ein gemeinsames palästinensisches Feindbild zusammengehalten
àmöglicher Zerfall Israels und Frage nach israelischer Identität als Konsequenz eines Friedensschlusses
Die zentrale Frage
lautet also: IST FRIEDEN IM NAHEN
OSTEN ÜBERHAUPT MÖGLICH?
25.11.2004/Matic/Prock/Brack/Ulm