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Mozarts "Apollo et Hyacinthus" am AMG

Abendveranstaltung des "Vereins der Freunde"


Ein Musikabend besonderer Art wurde Musikliebhabern am Dienstag, dem 8. November, in der Aula des AMG geboten: Der bekannte Münchner Latinist, Professor Dr. Wilfried Stroh ("Latein ist tot – es lebe Latein!"), stellte Mozarts lateinische Jugendoper "Apollo et Hyacinthus" vor, die am Freitag, dem 18. November, im Münchner Theater "Leopold 17" Premiere haben wird.



Wilfried Stroh begrüßte, verkleidet als Leopold Mozart, sein Publikum – natürlich – auf Latein, wechselte dann ins vertraute Schwäbisch des gebürtigen Augsburgers Leopold und skizzierte höchst lehrreich, unterhaltsam und packend die beiden Entstehungslinien, die zum ersten Bühnenwerk des damals elfjährigen Wolfgang Amadé geführt haben: Die italienische Oper des 17. und 18. Jahrhunderts, die an den Adelshöfen zu Hause war, und das lateinische Schultheater, das vornehmlich in Humanistenkreisen und den Jesuitengymnasien gepflegt wurde – übrigens auch an unserem Vorgängergymnasium: Goethe besuchte auf seiner "Italienischen Reise" eine Aufführung des Regensburger Jesuitengymnasiums, an dem wiederum Jahre vorher Mozarts Freund Emanuel Schikaneder, der Librettist der "Zauberflöte", Schüler gewesen war...

Professor Stroh wurde begleitet von vier Musikern des Freien Opernensembles München, dessen Dirigent Dr. Kelnberger über die geplante Produktion berichtete. Dazwischen trugen Fredrik Ahnsjoe (Tenor) und Alessia Broch (Sopran) Solonummern und ein herrliches Duett aus Mozarts Jugendwerk vor. Die Zuhörer fühlten sich angesichts der Wirkung v. a. des Duetts in eine der frühen Mozartmessen versetzt, in der sich Tenor und Sopran bei einem "Benedictus" oder "Agnus Dei" die Hand reichen, und waren von Stoff und Tönen begeistert.

Angesichts der erstaunlich reifen Musik des Salzburger Genies und der beeindruckenden Qualität der musikalischen Nummern, die uns geboten wurden, dürfen die Mozartbewunderer und Lateinfreaks am Freitag, dem 18. November, in München eine rauschende Premiere erwarten. Karten für unsere Schule sind reserviert, die Bahnfahrt (Bayerntickets) wird gesponsert, ergo: Wer das Schicksal des Jünglings Hyacinthus, seine Liebe zur jungen Melia und die Größe Apolls in lateinischen Tönen erleben will, melde sich sofort am Sekretariat an, solange es noch Karten gibt!

Der ganze Abend wurde vom "Verein der Freunde des AMG" unter seinem Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Rudolf Richter, großzügig unterstützt. Vivant sponsores!

Dr. Pfaffel




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