Clermont - Ferrand - Mittelschule , Regensburg
_____________________________________________________________________________ GANZTAGSKLASSE
Pädagogisches Konzept und |
Organisation der Ganztagsklassen |
| Text nach einer Informationsschrift von Winfried Wolf, Rektor |
| und Manfred Lehner, Konrektor |
| I Das pädagogische Konzept |
| Leitziele: |
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| 1. | Individuelle Förderung und Eröffnen von Lernchancen durch eine Pädagogik der Vielfalt, die |
| konsequent die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berück- | |
| sichtigt, wie zum Beispiel Begabungen, Lernhaltung, die Lernumgebung im Elternhaus und | |
| Vorwissen aus der Lebenswelt | |
| 2. | Veränderung von Unterricht und Lernkultur durch Verknüpfung von Unterricht, Zusatzangebo- |
| ten und Freizeit über Vor- und Nachmittag, zum Beispiel Lösung vom 45-Minuten-Takt, | |
| Raum für freien Unterricht und für Projekte | |
| 3. | Soziales Lernen über verschiedene Altersgruppen hinweg durch Angebote, die das Leben |
| und Lernen in Gemeinschaft, respektvollen Umgang miteinander und soziale Kompetenz för- | |
| dern | |
| 4. | Öffnung von Schule durch Kooperation mit sozialen und kulturellen Einrichtungen und mit |
| Betrieben vor Ort | |
| 5. | Kreative Freizeitgestaltung durch Einbeziehung außerschulischer Angebote, zum Beispiel |
| von Musikschulen, Sportvereinen | |
| Schulprofil: | |||||||||||||||||||||||
| Die Ganztagsschule hilft den Heranwachsenden beim Hineinwachsen in unsere Lebens- und | |||||||||||||||||||||||
| Arbeitswelt und möchte die Schüler auf das zukünftige Berufs- und Wirtschaftsleben mög- | |||||||||||||||||||||||
| lichst gut vorbereiten. In Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wollen wir vor al- | |||||||||||||||||||||||
| lem die Förderung des sprachlichen Ausdrucksvermögens in Verbindung mit den Neuen | |||||||||||||||||||||||
| Medien in den Mittelpunkt unseres schulischen Bemühens stellen. Daneben legt die Schule | |||||||||||||||||||||||
| besonderen Wert auf die musische Erziehung und die Gestaltung der Schule als Lebensraum, | |||||||||||||||||||||||
| wo gemeinsam gelernt, gelebt und gefeiert wird. So früh wie möglich Verantwortung über- | |||||||||||||||||||||||
| nehmen, sich selbst als Wirkfaktor und Verursacher von Prozessen erleben - das motiviert, | |||||||||||||||||||||||
| das steigert die Leistung, das führt zu besseren Berufschancen. | |||||||||||||||||||||||
| II Die Organisation | |||||||||||||||||||||||
| Klassenbildung und Auswahlprinzip: | |||||||||||||||||||||||
| Das Konzept sieht vor, dass in jeder Jahrgangsstufe eine Ganztagsklasse gebildet wird. Die | |||||||||||||||||||||||
| Anmeldung für die neu zu bildenden Klassen geschieht jeweils im März, nachdem die Eltern | |||||||||||||||||||||||
| der jeweiligen Jahrgangsstufe in einer Informationsveranstaltung auf die Möglichkeit des Be- | |||||||||||||||||||||||
| suchs einer Ganztagsklasse hingewiesen wurden. Vormerklisten können bereits ab Dezember | |||||||||||||||||||||||
| des laufenden Schuljahres geführt werden. Es wurde als Prinzip festgelegt, dass weder Kin- | |||||||||||||||||||||||
| der aus dem Hort noch aus dem Internat und dem Studienseminar aufgenommen werden, um | |||||||||||||||||||||||
| diese bestehenden Einrichtungen nicht zu unterlaufen. | |||||||||||||||||||||||
| In den Klassen 5a, 6a, 7a, 8a und 9a sind im laufenden Schuljahr 2006/07 120 Schüler. Da- | |||||||||||||||||||||||
| mit hat die Clermont-Ferrand-Hauptschule die letzte Stufe im Ausbau zur Ganztagsschule er- | |||||||||||||||||||||||
| reicht. | |||||||||||||||||||||||
| Stundenplan und Stundenverteilung: | |||||||||||||||||||||||
| Die Schüler der Ganztagsklassen haben an 4 Tagen der Woche täglich zwischen 8 und | |||||||||||||||||||||||
| 10 Stunden Unterricht (eine Unterrichtsstunde beträgt 45 Minuten). Vormittags- und Nachmit- | |||||||||||||||||||||||
| tagsunterricht stehen in einem engen Zusammenhang, so werden z.B. Themen des Kernunter- | |||||||||||||||||||||||
| richts am Vormittag nach dem gemeinsamen Mittagessen am Nachmittag in Form von vertie- | |||||||||||||||||||||||
| fenden Übungen wieder aufgenommen. Um eine optimale Förderung gewährleisten zu können, | |||||||||||||||||||||||
| wird ein Teil des Unterrichts in Kleingruppen von 10 bis 13 Schülern durchgeführt. Für die | |||||||||||||||||||||||
| Differenzierung steht ein Tandemlehrer zur Verfügung. | |||||||||||||||||||||||
| Unsere Ganztagsklassen haben zusätzliche Unterrichts- und Übungsstunden vor allem in den | |||||||||||||||||||||||
| Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. | |||||||||||||||||||||||
| Schwerpunkte in der Stundenplangestaltung: | |||||||||||||||||||||||
| 1. Zusatzangebote in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch | |||||||||||||||||||||||
| 2. Sozial- und Kommunikationstraining | |||||||||||||||||||||||
| 3. Musisch- sportliche Förderung, Theater und Tanz | |||||||||||||||||||||||
| 4. Hinführung zur Arbeit mit dem Computer | |||||||||||||||||||||||
| 5. Schulpartnerschaften | |||||||||||||||||||||||
| 6. Vorbereitung auf die Berufswelt | |||||||||||||||||||||||
| Hausaufgaben und Lernzeit: | |||||||||||||||||||||||
| Die Unterrichtszeiten werden regelmäßig durch betreute Stunden für Stillarbeit (Hausaufga- | |||||||||||||||||||||||
| ben) und Lernzeiten unterbrochen. Die Schüler haben keine schriftlichen Hausaufgaben zu | |||||||||||||||||||||||
| erledigen (außer im Bedarfsfall über das Wochenende). Lernzeiten, die um die Mittagszeit | |||||||||||||||||||||||
| gruppiert sind, bieten die Möglichkeit der Einzelbetreuung und entlasten den Kernunterricht | |||||||||||||||||||||||
| von der zeitraubenden Hausaufgabenkontrolle. Stillarbeit sollte auch am Computer möglich | |||||||||||||||||||||||
| sein, im Klassenzimmer stehen Internetanschlüsse zur Verfügung. Im Mehrzweckraum der | |||||||||||||||||||||||
| Schule stehen zusätzliche Computer bereit, die von mindestens einer halben Klasse genutzt | |||||||||||||||||||||||
| werden können. | |||||||||||||||||||||||
| Aktive Freizeitgestaltung und Pausen: | |||||||||||||||||||||||
| Die Schüler sollen nach Möglichkeit ihre Freizeit selbstbestimmt und eigenverantwortlich | |||||||||||||||||||||||
| gestalten. Neben den bestehenden Aktiv- und Ruhebereichen im Sport-, Pausen- und Klas- | |||||||||||||||||||||||
| senzimmerbereich braucht die Schule ein zusätzliches Kommunikationsareal. Mit dem Er- | |||||||||||||||||||||||
| weiterungsbau steht der Schule seit Oktober des Schuljahres 2006/07 ein Speisesaal sowie | |||||||||||||||||||||||
| eine angegliederte Freizeitbibliothek zur Verfügung. Im ehemaligen Mehrzweckraum lädt | |||||||||||||||||||||||
| eine gemütliche Sitzecke zum Verweilen ein, Kicker und Billardtisch erweitern neben einem | |||||||||||||||||||||||
| umfangreichen Angebot an Spielen und Sportgeräten das Angebot einer aktiven Freizeitge- | |||||||||||||||||||||||
| staltung. | |||||||||||||||||||||||
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| Das Mittagessen: | |||||||||||||||||||||||
| Die Gestaltung der Mittagspause ist ein zentraler Punkt im Konzept einer Ganztagsschule und | |||||||||||||||||||||||
| ein entscheidender Teil des sozialen Miteinanders. Beim Mittagessen lernen unsere Schüler, | |||||||||||||||||||||||
| sich am Tisch miteinander zu verständigen, Tischkultur anzunehmen und genießen die Freude | |||||||||||||||||||||||
| am gemeinsamen Essen. | |||||||||||||||||||||||
| Aufgrund der sozialen und gesundheitsfördernden Ausrichtung unserer Schule besteht für die | |||||||||||||||||||||||
| Kinder und Jugendlichen die Verpflichtung am täglichen Mittagessen teilzunehmen. Diese Ver- | |||||||||||||||||||||||
| pflichtung gehen die Schüler mit der Anmeldung für eine Ganztagsklasse ein. | |||||||||||||||||||||||
| Das Mittagessen wird von Montag bis Donnerstag von den Regensburger Maltesern | |||||||||||||||||||||||
| angeliefert und ausgegeben; es besteht aus Vorspeise und Hauptgericht bzw. Haupt- | |||||||||||||||||||||||
| gericht und Nachspeise. Der Preis pro Schüler und pro Tag beträgt 3,40 . Auf den Tischen | |||||||||||||||||||||||
| steht ausreichend Wasser bereit. | |||||||||||||||||||||||
| Die Verteilung des Essens an die Schülerinnen und Schüler wird im kommenden Schuljahr | |||||||||||||||||||||||
| eine Küchenhilfe vornehmen. Nach dem Essen beteiligen sich die Schülerinnen und Schüler | |||||||||||||||||||||||
| beim Abräumen des Geschirrs und Bestecks. | |||||||||||||||||||||||
| Es gehört zu unserem Erziehungskonzept, dass jeder Schüler der Klasse in abwechselnder | |||||||||||||||||||||||
| Reihenfolge zum Tischdienst eingeteilt wird. Zu den Tätigkeiten des Tischdienstes gehört es, | |||||||||||||||||||||||
| den Tisch zu decken, das Essen auszuteilen, nach dem Essen die Teller vorzuspülen, die Spül- | |||||||||||||||||||||||
| maschine zu bedienen, die Essensbehälter zu reinigen sowie Tische und Küche zu säubern. | |||||||||||||||||||||||
| Sobald eine Hochdruckspülmaschine zur Verfügung steht, wird eine angestellte Küchenhilfe | |||||||||||||||||||||||
| den Spülvorgang überwachen. | |||||||||||||||||||||||
| Nach dem Mittagessen haben die Schüler Gelegenheit, verschiedenen Freizeitaktivitäten nach- | |||||||||||||||||||||||
| zugehen. Sie können im Außenbereich der Schule Fußball spielen, sie können sich in eine Sitz- | |||||||||||||||||||||||
| ecke zurückziehen, Schach spielen, am Computer arbeiten etc. | |||||||||||||||||||||||
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